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Einer der momentanen Aberglauben ist das Staunen über die Corona-Aufregung, wenn es jedes Jahr sowieso mehr Tote durch die Grippe ganz entspannt hingenommen werden. Es gibt noch viele andere Ursachen, die noch mehr Tode jedes Jahr fordern. Auch wenn die bekannten Ursachen hundert mal so viele Tode verursachen, keine davon hat die Eigenschaft, in wenigen Wochen die Anzahl der Opfer zu verzehnfachen und keine davon kann man mit billigen Mitteln wie eine Maske oder Abstand stark zu bremsen. Und wenn es über die tödlichen Opfer der Grippe gesprochen wird, werden fast immer die Menschen gemeint, die von anderen Krankheiten geschwächt wurden und auch deshalb nicht schaffen, die Grippe zu überleben. Aber es ist zu zynisch, außer Acht zu lassen, dass diese Leute auch wenn nur ein Paar Monate ohne Corona-19 länger leben könnten, würden es auch gerne tun. Es ist meiner Meinung nach anmaßend, über diese Leben-Verkürzung locker richten zu wollen und die Schutzmaßnahmen, die vielleicht auch nur ein Wenig die Wahrscheinlichkeit einer Erkrankung reduzieren können, als Lächerlich abzutun. Noch größer Buulsheet ist für mich der Begriff der Herdenimmunität – zu dieser kommt es immer, auch wenn es von einer Million Ekrankten nur eine Person überlebt, kann man sagen, die Herdenimmunität wurde damit erreicht – was für ein tröstlicher Gedanke.

11.09.2020